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Nun ja - high-iso ist relativ. Für mich beginnt es mit der GX7 bei ISO 1600.  Von Bildern im Netz gewinne ich den Eindruck, daß bei Bildern mit höheren ISO-Werten zwei Strategien zur Rauschminimierung/Schärfeverbesserung verfolgt werden: Die einen setzen auf gezielte minimale Unschärfe, um die "Körnigkeit" des Rauschens zu verwischen, andere versuchen, die "Körner" möglichst klein und präzis abgegrenzt erscheinen zu lassen, damit sie in der üblicherweise zur Präsentation erfolgenden Verkleinerung keine störenden Effekte erzeugen. Wie sehen andere das, welche unterschiedlichen Erfahrungen gibt es, was ist für die Weiterbearbeitung am günstigsten?

Erstes Bild die bearbeitete Gesamtaufnahme (Pana GX7 ISO 1600) in Forumsformat; zweites Bild 100%-crop mit Rauschverminderung - leicht wolkig, drittes Bild mit möglichst kleiner Körnigkeit. In der Forumsansicht gibt es bei der Gesamtansicht praktisch keinen Unterschied.

p_949_dx0_p_nom.jpg

p_949_crop_p.jpg

p_949_crop_hq.jpg

bearbeitet von micharl

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Moin,

Frage ist auch, welches Ausgabemedium in welchem Format Dir primär wichtig ist. Denn sobald Du es z.B. ausdruckst oder ausbelichten lässt, spielt das Rauschen kaum noch groß eine Rolle (verschleift in der Regel), während gleichzeitig in Fotoforen die 100%-Ansicht-Leute kommen werden, um zu stänkern. ;)

Persönlich schaue ich, dass ich für Online ein relativ gleichmäßiges Rauschmuster nach Bildverkleinerung bekomme. Das heißt auch, dass ich gegebenenfalls (wenn ich z.B. ein Bild um 3 Blenden hochziehen musste) lokal mehr oder weniger entrausche. In Lightroom und Capture One geht das relativ leicht, ansonsten kann man das Bild auch in Originalauflösung ausgeben und z.B. mit Nik Define oder Photoshop vorm Verkleinern auf die endgültige Auflösung nachbessern.

Meistens jedoch ignoriere ich das Rauschen komplett. Wenn der Bildinhalt nicht über ein etwaiges Rauschen hinweghilft, dann muss ich das Bild auch nicht in einem Medium veröffentlichen, in dem das Rauschen stark stört.

Cheers,
-Sascha

P.S. Als Beispiel im Anhang ein Bild, wo’s extrem aufs Medium ankommt. ISO 640 an einer Leica M9, um zwei Blenden gepusht = ISO 2560. Runterskaliert auf 2048px Bildbreite in der 100%-Ansicht am Bildschirm grauenvoll (zweiter Anhang zeigt einen 100%-Ausschnitt), in der Zeitung und in der gedruckten Medienmappe des Auftragsgebers augenscheinlich knacke-scharf und komplett rauschfrei.

20160319_ortsbuerger_099.jpg

20160319_ortsbuerger_099 1.jpg

bearbeitet von nggalai

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Ja - schönes Beispiel. Wenn es um den Druck in handelsüblichen Formaten geht, ist schlichte Verkleinerung die beste Entrauschungsstrategie.

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vor 1 Stunde schrieb incamper:

Fies, dass ich meine Bilder meistens am Bildschirm betrachte und die Flickr-/500px-Follower auch. 

Ja klar - das ist wohl bei der Mehrzahl der Bilder so. Auch da gibt es verschiedene Strategien. Profis wählen oft eine soi geringe Auflösung (zur Vorbeugung gegen Bilderklau), daß man gar nicht viel reinzoomen kann und auch nicht viel Rauschen sieht.

Unsereins zeigt gerne große Auflösung  um zu demonstrieren, wie scharf die Zeiss-Linse zeichnet ;) - und da wird das Rauschen halt sichtbar. Meine Frage ging nun dahin, welche Verfahren Ihr beim Entrauschen anwendet. Nicht welche Software, sondern welche Strategie: Entrauschen durch Verwischen (=gezielte Unschärfe mit anschließender Tendenz zur Wolkenbildung, auch bei Verkleinerung) oder im Gegenteil durch präzises Setzen von Mikrokontrast, das bei anschließender Verkleinerung recht homogene Flächen ergibt.

Ich frage auch deshalb, weil ich nicht gerade available light-Photograph bin - normalerweise komme ich mit mittleren ISO und 1/50 sec. ganz gut über die Runde. Aber manchmal - wie bei der eingestellten Aufnahme - bewegt sich ein Objekt so schnell, daß ich mit der Zeit auf 1/250 oder noch kürzer runter muß - und dann gehen die ISO hoch. 

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Bei C1 habe ich u.a. auch gute Erfahrungen gemacht, indem ich die Klarheit zurücknehme und dafür die Struktur etwas hochsetze. Bei dem Strukturregler habe ich den Eindruck, der geht nicht so forsch mit den Rauschkörnern um

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Ich mach es mir einfach: Prime-Entrauschung in DxO Elite. Ich bin damit zufrieden. ISO 3200 mit der GH3. Leicht nachbearbeitet. Bild stammt von einer Veranstaltung, Available Light.

 

 

Ploemeur_GH3_3200.jpg

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So hat jeder seine Strategie. Ich schärfe bei hohen ISO sehr vorsichtig (Radius etwas höher, Schwellwert auch höher) und maskiere somit mehr. So werden die Rauschfragmente nicht noch mitgeschärft.

Ansonsten beurteile ich die Bilder immer in der eingepassten Sicht auf meinem 24Zoll Monitor. Auf 100% rauscht jedes High-ISO Bild.  

Grüße Heinz

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Ich habe hier mal Beispielbilder, die mit der kostenlosen RAW-Software von Silkypix für meine Fuji X-Pro 1 entwickelt wurden. Es wurde keine Rauschunterdrückung vorgenommen, nur der Kontrast eingestellt und eine Filmsimulation ausgewählt, keine Schärfung vorgenommen. Die Bilder sind nur mit IrfanView verkleinert, nicht nachgeschärft. Ich habe die Bilder vorsätzlich mit ISO 6400 aufgenommen, weil ich wissen wollte, wie das Rauschen aussieht. Bei normaler Verkleinerung sieht man vom Rauschen so gut wie gar nichts. Bei 100%-Auflösung gefällt mir das Rauschen, vor allem in der SW-Variante, sehr gut (das war eigentlich das Ziel meines Experiments ;-)). Eine nachträgliche Rauschunterdrückung nutze ich nie, allerdings gucke ich mir meine Bilder auch nicht in 100%-Ansicht an, weil ich darin keinen Sinn sehe.

Wolfgang

PS: Sorry für das Motiv ;-)

DSCF2632 Farbe komplett.jpg

DSCF2632 Farbe 100 Prozent.jpg

bearbeitet von wolfgang-s
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Da ich erst seit Anfang letzten Jahren und dann nur sehr unregelmäßig und unprofessionell an meine Fotos heran gehe versuche ich das Rauschen, einfach weil ich nicht weiß was ich wie tun muß, immer glatt zu bügeln...
Das Bild entstand in der Oberen Pfarre (Bamberger Kirche) beim alljährigen Silvesterkonzert mit einer Fuiji Xpro2, XC50-230, ISO 12800, Lightroom....

31212839293_26b8f59581_b.jpg

Silvester Konzert by Christian Frank, auf Flickr

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hallo christian,

für iso 12800 kannst du aber sehr zufrieden sein. was ich nicht verstehe warum du bei so einer super kamera diese lichtschwache gurke an objektiv nutzt.

fuji hat ja genügend objektive, wo du in gar keiner situation über iso 3200 gehen musst. da würde dir das rauschproblem von anfang an erspart bleiben.

eine preiswerte variante ist auch zb.alte zeiss gläser zu adaptieren. dank fuji-fokus-peaking ist man.fokus ein kinderspiel und dafür kosten die nur einen

bruchteil gegenüber lichtstarker fuji tele.

grüsse rc.

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hallo rc

ganz einfach, ich hatte die pro1 irgendwann im winter/frühjahr 2016 als angebot gekauft. erst mit festbrennweiten wollte doch ein guter fotograf werden. dann mit zoom 18-55 und weil ich dachte tele brauchst du fast nie dann das billige xc.

bin da auch nicht unglücklich. das teil ist leicht und handlich. hat leider keinen blendenring. war aber billig (200€ gebraucht). für die fotografie eines silvester konzertes eher nicht geeignet.

aber das xf50-200 war mir zu teuer und das (traum) Tele 50-140 kann oder will ich mir momentan nicht leisten

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