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Ich benutze LR seit der Version 2 und bin mit dem Programm eigentlich sehr zufrieden. 

Die Struktur und Logik der Bearbeitung erscheinen mir sehr gut und die vorhandenen Funktionen sind mehr wie ausreichend.

Es kommt nur selten vor, dass ich auf PS ausweichen muss.

Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt, ist die aktuelle Performance. Seit der Version 4 ist LR sehr langsam geworden.

Ich konnte zwar eine Steigerung der Bearbeitungsgeschwindigket durch einen schnellen Prozessor und eine SSD steigern, aber verglichen mit Versionen < 4,

ist es ein Witz.

Es kann eigentlich nicht sein, dass wir wieder in die früheren Zeiten abtauchen als jede neue Betriebsystem Version ein Update an HW voraussetzte um vernünftig arbeiten zu können.

Habt Ihr irgendwelche Tips, wie man LR schneller machen kann?

 

Gruß

Christoph

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Der Zusammenhang neue Software <-> neue/bessere Hardware ist denke ich bei so etwas wie Raw-Bearbeitung leider nötig. Die raws werden immer größer und unsere Ansprüche immer höher.

Bei mir hat es geholfen, in LR6 die Beschleunigung mit dem Grafikprozessor auszuschalten. Auch wenn meine Grafikkarte unterstützt wird, habe ich das Gefühl, dass es nun so ein wenig schneller ist. Viel Arbeitsspeicher hilft viel. Ich habe zwar nur 8GB, aber oft läuft noch Firefox nebenbei und schon hat LR nur noch 6GB zur Verfügung. SSD ist sowieso klar, ich wollte gar nicht mehr ohne arbeiten. Dann soll es helfen, installierte Presets auszusortieren. Ich sehe ehrlich gesagt keinen riesigen Unterschied dabei, aber ein bisschen was ist spürbar.

Was definitiv hilft, sind Smart Previews (SP). Generell liegen meine raws für die ersten Tage/Wochen auf der internen SSD, dann werden sie auf die externe Festplatte verfrachtet. Möchte ich unterwegs (ich arbeite nur mit einem Laptop) auch noch Zugriff darauf haben, erstelle ich SP. Wenn LR keinen Zugriff auf das Original hat, dann greift es auf die SP zurück, die sozusagen ein "kleines raw" bzw. dng ist. Wenn man jetzt noch Vorschaubilder in einer passenden Größe erzeugt hat, dann ist LR gar nicht mal so langsam. (I.d.R. bin ich aber dafür zu faul und mache das nur bei größeren Datenmengen)

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Das mit den SP's muss ich mal ausprobieren.

 

Dass die LR Geschwindigkeit durch größere Raw Dateien verringert wird ist klar. Allerdings ging die Bearbeitung der selben Datei in LR3 deutlich flotter als z.B. mit LR5.

Die Unterstützung durch den Grafikprozessor ist bei meinem Rechner nicht zu bemerken.

Ich glaube, dass Adobe hier noch einige Hausaufgaben zu erledigen hat.

Die Performance von Phase one ist z.B. wesentlich besser. Wenn mir die Oberfläche von P1 nicht so unsympathisch wäre, wäre ich wahrscheinlich schon längst umgestiegen.

 

Gruß

Christoph

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Das ist allerdings mal ein heißer Tipp! :)

Ich muss sagen, dass ich von der Performance her von LR 6 da wirklich mehr erwartet hätte. Mein Prozessor scheint momentan das Nadelöhr für die Leistung zu sein, aber trotz 16GB RAM und SSD müsste da eigentlich mehr kommen.

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Mein Mac ist aus Mitte 2011 und hat 32GB Arbeitsspeicher und dennoch ist LR CC relativ langsam. Aber ich kann damit recht gut leben, zumal ich die Fotos alle auf einer externen Platte gespeichert habe und daher den Arbeitsfloß auch noch zusätzlich langsamer gemacht habe. Aber ich bin kein Profi und kann ein wenig mit meiner Zeit spielen. Für mich ist die Geschwindigkeit ausreichend, vor allem wenn ich bedenke welche Vorteile mir LR sonst noch bietet. Daher schlucke ich so manche Kröte. 

Wie war es denn vor LR (kann ich mir gar nicht mehr vorstellen), da bearbeitete ich die RAWs in PS, dann speicherte ich sie als Tiff, um schließlich JPGs in verschiedenen Größen anzufertigen. Das kostete Platz auf der Platte. LR bietet mir die Möglichkeit, meine RAWs zu bearbeiten und nur dann zu konvertieren, wenn ich die Datei für spezielle Anwendungen benötige. Dann speichere ich die entsprechende Größe in JPG, gib sie zum Ausbleichten und lösche die JPG wieder. Ich habe ja meine bearbeitete RAW-Datei. 

Diesen Vorteil tausche ich gerne gegen eine Geschwindigkeitseinbuße.

 

LG Peter

 

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Was genau stört Euch denn bei der Performance. Mein MacMini ist schon einige Jahre alt, aber alle Entwicklungsschritte, die ich an Fotos so ausführe gehen eigentlich recht flüssig. Das einzige, was mich nervt (aber schon seit LR3) ist die Dauer, die es braucht, ein Bild in der 100 % Ansicht scharf darzustellen. Smart Previews haben da nichts geändert. Wenn man das kurz hintereinander mit demselben Bild macht, geht es schneller, aber dann vergisst LR die 100 % Ansicht auch wieder zügig. Geht Euch das auch so? Kann man das ändern?

Elmar

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vor 8 Stunden schrieb aturatur:

bei mir hat die Deaktivierung der Grafikprozessorbeschleunigung unter Voreinstellungen die Stabilität und das Tempo deutlich verbessert

Hallo,

Bei mir ist es genau umgekehrt. Wenn ich die Grafikbeschleunigung abschalte, ist z.B. das Scrollen in der 100%-Ansicht wesentlich zäher.

Grüße aus Hamburg

IFA

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Am 24.7.2016 um 08:37 schrieb ElmarS:

Was genau stört Euch denn bei der Performance. Mein MacMini ist schon einige Jahre alt, aber alle Entwicklungsschritte, die ich an Fotos so ausführe gehen eigentlich recht flüssig. Das einzige, was mich nervt (aber schon seit LR3) ist die Dauer, die es braucht, ein Bild in der 100 % Ansicht scharf darzustellen. Smart Previews haben da nichts geändert. Wenn man das kurz hintereinander mit demselben Bild macht, geht es schneller, aber dann vergisst LR die 100 % Ansicht auch wieder zügig. Geht Euch das auch so? Kann man das ändern?

Elmar

Ich erstelle beim Importieren immer gleich 100% Ansichten mit. Das dauert dann zwar etwas länger, dafür habe ich keine Wartezeit mehr bei Einzoomen.

Gruß

Hans

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Kannst Du mir sagen, wo Du das einstellst und was genau? In den Katalogeinstellungen finde ich nichts zu 100 % Ansichten.

Danke Elmar

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vor 16 Stunden schrieb ElmarS:

Kannst Du mir sagen, wo Du das einstellst und was genau? In den Katalogeinstellungen finde ich nichts zu 100 % Ansichten.

Danke Elmar

Wenn du auf "Importieren" gehst, gibt es rechts zwei Kategorien: "Dateiverwaltung" und "Während des Importvorgangs anwenden". Die Vorschauen findest du bei "Dateiverwaltung" gleich an erster Position.

Gruß

Hans 

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Weiss jemand, wo auf dem PC diese Vorschauen gespeichert werden? Im Katalog (das wäre gut, weil ich den eh immer regelmässig lösche) oder sonst irgendwo auf der Festplatte?

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vor 25 Minuten schrieb kirschm:

Weiss jemand, wo auf dem PC diese Vorschauen gespeichert werden? Im Katalog (das wäre gut, weil ich den eh immer regelmässig lösche) oder sonst irgendwo auf der Festplatte?

Hab's gerade selbst gefunden... nicht im Katalog (.lrcat), sondern hier:

c:\Users\blablabla\Pictures\Lightroom\Lightroom Catalog Previews.lrdata\

Soviel mehr Platz nehmen 1:1 statt Minimal-Vorschauen auch nicht weg... bei 31 RAWs: 118MB vs. 71MB.

O.g. kompletten Ordner kann man auch löschen (wenn LR nicht läuft)... beim nächsten LR-Start wird er wieder erstellt mit 'Reset-all'...

bearbeitet von kirschm
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Die Performance von LR könnte tatsächlich an einigen Stellen besser sein, aber das gilt vermutlich für so gut wie jede Software. Besonders "langsam" sind u.a. Funktionen wie der Import von vielen Fotos mit gleichzeitigem Erstellen von 1:1-Vorschauen oder Erstellen von Smart-Vorschauen für viele Fotos. Übrigens, 1:1-Vorschauen und Smart-Vorschauen können für bereits importierte Fotos unter "Bibliothek->Vorschauen" für die gerade selektierten Fotos auch nachträglich erzeugt werden; aber dass wisst ihr bestimmt schon :-)

Ich hatte aber auch schon mal extreme Schwierigkeiten, die Bearbeitung eines Fotos überaupt zu Ende zu bringen, weil LR die weitere Bearbeitung so gut wie unmöglich machte. Ich hatte in diesem Fall ein gescanntes 6x6 Farbnegativ bearbeitet und diverse Entwicklungseinstellungen vorgenommen. Dann musste ich noch relativ viele Bereichsreparaturen vornehmen, so ca. 20 Stück, da eine Menge Kratzer und / oder Staubkörner zu retuschieren waren. Mit jeder weiteren Bereichsreparatur dauerte die Darstellung des korrigierten Bildes länger, die CPU war dauerhaft am Anschlag. Irgendwann ging nichts mehr. Ich konnte LR nur noch beenden (per Taskmanager "abschießen"). Nach dem Neustart von LR konnte das Bild dann erstmal wieder angezeigt werden, aber eine weitere Bearbeitung mit weiteren Bereichsreparaturen führte wieder zum "Programmtot".

Meine Lösung: Ich habe einen "Zwischen-Export" gemacht, also das Bild mit dem derzeitigen Bearbeitungsstand als jpg exportiert und dann die weitere Bearbeitung am gerade exportierten Bild fortgeführt. Alles sehr umständlich, aber so erreichte ich mein Ziel.

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Was die Erzeugung von Vorschauen während des Imports angeht bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen, "Eingebettete und Filialdateien" zu nutzen (das JPG in den RAW meiner E-M5 Mark II ist immerhin 3200x2400 Pixel groß) und Smartvorschauen ganz auszuschalten (benötige ich nicht, bringen mir keinen Vorteil). Dazu arbeite ich im Entwicklungsmodus soweit es geht in der 1:2 bzw 1:3 Ansicht was flotter ist als Vollansicht. Klar könnte LR noch schneller und flüssiger sein, aber mit der jetzigen Performance bin ich nicht unzufrieden.

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Man hat manchmal den Eindruck, dass die Lehrlinge an LR rumprogrammieren und die Profis sich um PS kümmern. Nur so sind m.E. einige Fehler in LR zu erklären. Klassische Anfängerfehler wie nicht initialisierte Variablen, fehlerhafte Synchronisation und Gruppenwechselprobleme.

LR benötigt Prozessorpower und in geringerem Maße Hauptspeicher. Man darf nicht vergessen, dass intern letztlich mit TIFF gearbeitet wird und die Bilder im Hauptspeicher durchaus einige 100 Megabyte groß werden können. Insbesondere die Retusche Funktionen brauchen viel Speicherplatz und verlangsamen LR. Festplattengeschwindigkeit ist hier nicht der Bringer. Ich nutze eine SSD für das Betriebssystem und eine etwas langsamere SSD nur für den Katalog, den Cache und Previews. Die Bilder liegen inzwischen auf einer Platte, die mit einer SSD als Puffer ausgerüstet ist. Dies muss aber nicht viel bringen. Ansonsten gibt es m.E. nur relativ wenig Möglichkeiten, das Tempo zu verbessern.

vg Johannes

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Anlässlich der photokina gibt es ja einen Adobe-Presse-Event und ich habe um einen Interviewtermin mit jemandem vom Lightroom-Team gebeten. Mal sehen, was dabei heraus kommt.

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Ich beobachte auch, dass Lightroom mit jeder neuen Fassung an Performance verliert. Klar, es kommen neue Funktionen dazu, trotzdem ist m.E. hier Luft nach oben. Gerade beim Sprung von 5 auf 6 ist erheblich an Flüßigkeiten in der Anzeige von Bildveränderungen in allen Bereichen verlorengegangen. Das Verschieben von Reglern wird immer leicht verzögert und von Rucklern begleitet dargestellt. Da hilft auch die verbuggte GPU-Unterstützung nicht, weil die in dem Bereich gar nicht greifen würde. Vorhandene Hardwareressourcen scheinen auch nicht richtig genutzt zu werden: Alle acht Kerne dösen bei 25% vor sich hin und RAM ist auch noch tonnenweise frei, während die Anzeige für sich hin stottert. Ich hoffe echt, dass Adobe das mit der nächsten Version in den Griff bekommt. Andere Konverter sind hier deutlich performanter - auch wenn der Vergleich aufgrund des unterschiedlichen Funktionsumfangs natürlich immer ein wenig hinkt.

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Am 2.9.2016 um 19:45 schrieb johaschl:

Ich nutze eine SSD für das Betriebssystem und eine etwas langsamere SSD nur für den Katalog, den Cache und Previews. Die Bilder liegen inzwischen auf einer Platte, die mit einer SSD als Puffer ausgerüstet ist. Dies muss aber nicht viel bringen. Ansonsten gibt es m.E. nur relativ wenig Möglichkeiten, das Tempo zu verbessern.

vg Johannes

Ich mach es so ähnlich, und LR flutscht: LR auf eine SSD, den Katalog auf eine zweite, die Bilder auf eine konventionellen HD. Ich habe auch mit dem Speicherort des Cache gespielt. Hat nichts gebracht. Bei manchen Grafikkarten hilft es, die GPU-Unterstützung zu aktivieren. Bei anderen hilft es nichts, wenn es nicht sogar Ärger erzeugt. Mir scheint, die moderneren Karten werden unterstützt. Bei AMD läuft die 7er-Serie nur wacklig, die 9er-Serie dagegen gut. Vorschaubilder 1:1 hilft immer (wurde oben schon erwähnt).

Auf einem flotten Windows-10-System mit ordentlich Arbeitsspeicher kann man nicht meckern. Da fand ich C1 nicht schneller. DxO Optics ist sowieso schnarchnäsig. PS läuft schnell bis auf ein paar Filter, aber das liegt nicht an der Hardware.

Gruß,
Christian

 

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Auf der photokina habe ich mit mehreren Leuten von Adobe USA gesprochen, unter anderem auch mit Sharad Mangalick (Produktmanager Digital Imaging). Zum Thema Performanz konnte er mir aber leider auch nicht mehr sagen, als schon bekannt ist – dass die versprochene Beschleunigung durch die GPU also erst einmal nur die Bildneuberechnungen nach Änderungen der Entwicklungseinstellungen betrifft, das Lightroom-Team aber daran arbeitet, die GPU-Unterstützung (die ja offenkundig noch nicht rund läuft) zu verbessern und in ihrem Umfang zu erweitern. Aber leider – keine Details („Die halten mich hier an der kurzen Leine“, scherzte er mit Blick auf einen Vorgesetzten). Immerhin sagte er etwas zu dem Problem mit dem langsamen Import von Fujis RAF-Dateien neuerer X-Modelle, das dann beim vorletzten Update behoben wurde. Adobe hätte eine Vielzahl von Beschwerden deswegen bekommen und man suchte daraufhin nach Beschleunigungsmöglichkeiten („Wir bekommen schon mit, was unsere Kunden stört“). Man fand eine Stelle im Code, an der eine Änderung eine leichte Verbesserung bringen sollte, und nachdem man diese implementiert hatte, stellte es sich heraus, dass die Verbesserung tatsächlich ganz erheblich war – man hatte das Problem gelöst. Tja, so etwas kommt in der Programmentwicklung schon mal vor.

Mich hatte schon länger gewundert, dass man viele der DNG-Kameraprofile, die sich in Lightroom auswählen lassen, zwar als Dateien im XML-Format aufspüren und diese Profile analysieren kann – aber nicht alle. Manchen Profilen (dazu zählen jene, die Fujis Filmsimulationen nachbilden) entspricht keine Datei – auch keine versteckte Datei, und ich habe ziemlich gründlich gesucht. Man bekommt also nicht heraus, was diese Profile genau tun. Die Erklärung, sagte Mangalick, besteht darin, dass diese Profile on-the-fly von Lightroom generiert werden – es gibt Vereinbarungen mit Kameraherstellern, bestimmte Informationen geheimzuhalten, und diese Profile gehören dazu.

Mich interessierte auch, wie Adobe generell mit idiosynkratischen Eigenschaften der Raw-Dateien bestimmter Hersteller und Kameras umgeht. Aktuell stellt sich ja die Frage, in wieweit Lightroom die Dual-Pixel-Raw-Dateien der Canon EOS 5D Mark IV unterstützen wird. Ich hatte vorher schon Guido Krebs (Canon CPS) danach gefragt, und er konnte mir zumindest bestätigen, dass Canon in Gesprächen mit Adobe ist. Sharad Mangalick sagte mir nun, dass sie diese Dateien zwar bereits unterstützen, aber noch keines der besonderen Features, die damit realisierbar sind, also eine Verschiebung der Schärfenebene, eine Verschiebung des Bokeh und eine Unterdrückung von Flares. Generell ist es so, dass Adobe keine neuen Regler und Panels einführen wird, die nur mit Dateien einiger weniger Kameras nutzbar sind. Wenn man aber eine Möglichkeit findet, ein bestimmtes Feature so weit zu verallgemeinern, dass es breiter anwendbar wird, gibt es eine Chance für eine Unterstützung. Vorerst werden Käufer einer EOS 5D Mark IV also gegebenenfalls ihre Dual-Pixel-Raw-Dateien zunächst an Canons Raw-Entwickler übergeben müssen, um das Ergebnis dann möglicherweise noch in Lightroom weiterzubearbeiten.

Ich habe dann noch zwei Erweiterungen angeregt, die ich selbst gerne sehen würde: Einmal ein Ebenenkonzept, so dass man diverse lokale Bearbeitungen als Ebenen mit Masken an Photoshop übergeben und dort noch nachbearbeiten könnte – Lightroom ist ja gar nicht so weit davon entfernt, aber den entscheidenden Schritt ist Adobe noch nicht gegangen. Und dann sähe ich gerne eine Möglichkeit, das Interface und insbesondere die Entwicklungseinstellungen frei zu konfigurieren – beispielsweise würde ich gerne alle Regler, die den globalen oder lokalen Kontrast betreffen, vom Kontrastregler bis zu „Dunst entfernen“, zu einem Panel zusammenfassen.

 

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