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vitus

Raw-Entw.: Regler schaden BQ /widersprechen sich

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Bei der Rawentwicklung mit PS kann ich die Bildqualität, mit wenigen Handgriffen verschlechtern.

Auch hier im FD wird beschrieben wie gleich mal die Tiefen 100% hochgezogen werden und die Lichter weg.

Täuscht mich der Eindruck, dass Tiefenhochziehen Milchigkeit / Rauschen erzeugt und vorsichtig verwendet werden sollte?

- oder wenn ich die Sättigung von Gelb herausnehme und dann Dynamik hochregle, ist das Gelb wieder da.

- genauso widerspricht sich zB Klarheit hochdrehen und Schwarz wegnehmen.

- wenn ich die Luminanz einer Farbe runterziehe kommen komische, harte (Farb-) Übergänge.

 

Wie greifen die verschiedenen Regler ein? was passiert bei Dynamikhochziehen?

Wefche Regler widersprechen sich noch und welche kosten mich BQ? 

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Am 30.3.2017 um 13:21 schrieb vitus:

Bei der Rawentwicklung mit PS kann ich die Bildqualität, mit wenigen Handgriffen verschlechtern.

Sprichst Du von RAWs oder von Photoshop? Photoshop alleine macht keine RAW-Entwicklung, sondern es greift dazu auf CameraRaw zurück -.und das ist (im großen Ganzen) die gleiche Technik wie Lightroom.

Der Unterschied CameraRaw/LR und PS ist deshalb wichtig, weil Du in RAW von den Daten her mehr Möglichkeiten zur Beeinflussung hast als bei JPGs, für die immer schon eine Reduktion der Abstufungen auf max. 8 Bit stattgefunden hat. RAW geht normalerweise bis 12 Bit, bei einigen Kameras wohl sogar bis 16 Bit. Damit kannst Du zwar bei der Arbeit selbst feiner abstufen - aber im Endergebnis wirst Du für JPG immer wieder auf 8 Bit zurückgeführt. Für die Darstellung am Monitor/Drucker kommen dann ähnliche Begrenzungen hinzu. Das heißt für die Praxis, daß Du die Regler a) vorzugsweise bei der RAW-Entwicklung benutzen sollst und b ) aber auch dort den theoretisch gebotenen Umfang keinesfalls ausnutzen kannst - Sonderfälle mal abgesehen. 

Und ja - gegensätzliche Kommandos verwirren nicht nur beim Militär, sondern auch beim Bilder Entwickeln. Die Sättigung zum Beispiel fügt zu allen Farbwerten den gleichen Betrag hinzu - diejenigen, die schon recht "satt" sind, erreichen dann schnell die Obergrenze, und dann wird's häßlich. Die Dynamik legt bei geringer gesättigten Tönen mehr zu als bei hochgesättigten - damit gewinnt man einen etwas weiteren Spielraum zum Hochdrehen, riskiert aber den Verlust von Natürlichkeit. In beiden Fällen hast Du im RAW -Entwickler mehr Spielraum als später in PS. Ich halte es daher so, daß ich im Converter auf einen möglichst natürlichen Eindruck hinsteuere und dann erforderlichenfalls in PS noch "stimmungsvolle Feinarbeit" vornehme.

Verschlimmbessern kann man seine Photos auf beide Weise.

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Danke für deine Anmerkungen / Infos.

Meine Fragen zielen insbesondere auf die Wirkungsweise der einzelnen Regler.

 Die Dynamik legt bei geringer gesättigten Tönen mehr zu als bei hochgesättigten.

 

Ich hoffe ich habe den Begriff Rawentwicklung nicht falsch gebraucht. Lr benutze ich nur zum Importieren und erhalte  eine .dng-Datei.

Wenn ich diese Bilddatei mit der Endung .dng mit Photoshop öffne kann ich diese Raw-Datei mit verschiedenen Reglern verändern und dann als jpg speichern.

 

 

 

 

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vor 15 Stunden schrieb vitus:

Ich hoffe ich habe den Begriff Rawentwicklung nicht falsch gebraucht. Lr benutze ich nur zum Importieren und erhalte  eine .dng-Datei.

Wenn ich diese Bilddatei mit der Endung .dng mit Photoshop öffne kann ich diese Raw-Datei mit verschiedenen Reglern verändern und dann als jpg speichern.

Es geht mir nicht um "richtig" oder "falsch" von Begriffen - ich wollte lediglich herauskriegen, was Du eigentlich machst, damit wir nicht aneinander vorbeireden.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, siehst Du also das unten gezeigte Bild (obere Ecke links des Bildschirms) vor Dir. Wenigstens sieht es bei mir in PS 5 so aus wie unten angehängt. Möglicherweise hat das aktuelle PS die Integration noch "nahtloser" vollzogen. In jedem fall gilt:  Du bist nicht wirklich in Photoshop (das kann nämlich keine RAW) sondern im für die Konvertierung zuständigen Zusatzmodul "Camera Raw", das ein echter RAW-Entwickler ist.

Nun arbeite ich praktisch nie mit CameraRaw und kann deshalb auf Deine Fragen keine Antwort aus dem Handgelenk geben. Aber im Prinzip ist es bei allen mir bekannten Konvertern das gleiche: Du kriegst nichts geschenkt. Du kannst zwar extreme Änderungen an einem Parameter durchführen, mußt dafür aber unerwünschte Nebenwirkungen in anderen Bereichen in Kauf nehmen. Das gilt bei einer sauber belichteten Datei aber nur für extreme Änderungen: In Maßen sind Veränderungen ohne Qualitätsverlust möglich.

Und in der Tat gibt es Effekte, die auf verschiedenen Reglern liegen und daher gegensätzlich eingestellt werden können: Sättigung verstärkt alle Farben gleichmäßig (soweit noch Platz zum Verstärken ist) Dynamik nur die schwächeren. Trotzdem kann eine solche "Gegenläufigkeit" sinnvoll eingesetzt werden, weil sich dadurch nämlich das relative Verhältnis der Farben zueinander und der Gesamteindruck in gewünschter Richtung verschieben lassen. Ähnliches gilt bei Klarheit und Schwarzpunkt. Der Klarheitsregler verändert nicht nur den Schwarzpunkt, sondern auch Kontrast, Mikrokontrast, Sättigung und weiß ich was alles. Da kann es schon sinnvoll sein, erst mal das ganze "Bündel" mit dem Klarheitsregler in die gewünschte Richtung zu verschieben und dann mit dem Schwarzpunkt alleine wieder etwas zurückzugehen.

Wenn Du mit dem Luminanzregler unschöne Farbübergänge bekommst, hast Du entweder die Schärfe nicht optimal eingestellt oder deine Ausgangsdatei ist farblich nicht ok. Dazu kann ich aber wenig sagen, weil ich mit Eingriffen bei der Luminanz sehr zurückhaltend bin.

screen.jpg

bearbeitet von micharl

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Ich war übers WE weg.

Ja so sieht mein Zusatzmodul "Camera Raw" aus und meine Frage zielt genau auf die von Dir beschriebenen Effekte, Danke.

Sehr interessant wie Du das beschreibst und auch die resultierende Reihenfolge: "zuerst den Klarheitsregler".

Ein Regler den ich gerne benutze ist der Tiefen-(aufhell)-Regler. allerdings habe ich den Verdacht, dass er die BQ beeinträchtigen kann.

Zu dem Luminanz-Regler-Phänomen suche ich ein Foto raus. Komische Übergänge schaffe ich da auch bei gut scharfen Fotos.

 

 

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vor 21 Stunden schrieb vitus:

Ein Regler den ich gerne benutze ist der Tiefen-(aufhell)-Regler. allerdings habe ich den Verdacht, dass er die BQ beeinträchtigen kann.

Zu dem Luminanz-Regler-Phänomen suche ich ein Foto raus. Komische Übergänge schaffe ich da auch bei gut scharfen Fotos.

Wie weit du Lichter abdunkeln und Schatten aufhellen kannst, hängt nicht nur von der Software, sondern auch vom Dynamikumfang des Sensors deiner Kamera ab und es spielt auch eine große Rolle, wie viele Farbinformationen in den RAW-Daten vorhanden sind. Wenn Lichter komplett ausgebrannt sind, kann man auch mit dem Lichterregler keine Strukturen mehr zurück bringen, sondern erhält höchstens statt einer weißen eine graue Fläche.

Beim Tiefen aufhellen entsteht Rauschen. Das wirkt so, als wenn du in deiner Kamera die ISO-Zahl erhöhst. Oft bekommt man durch Einsatz von Rauschunterdrückung aber noch gute Ergebnisse.

Dass die Bilder flau werden, wenn du Lichter abdunkelst und Tiefen aufhellst, liegt in der Natur der Sache. Schließlich reduzierst du den Tonwertumfang im Bild oder mit anderen Worten, du reduzierst den Kontrast. Im Prinzip ist das nichts anderes, als den Kontrastregler runterzudrehen, mit dem Unterschied, dass du damit Lichter und Tiefen nicht unabhängig voneinander regeln kannst. Der Flauheit kannst du in vielen Fällen entgegenwirken, indem du die Klarheit (Mikrokontrast) erhöhst und/oder mit den Weiß- und Schwarzreglern gegensteuerst (also Schwarzregler runter, Weißregler rauf), aber nur so weiß, dass dadurch keine Schatten absaufen oder Lichter ausfressen.

Vielleicht magst du ja mal ein RAW posten, bei dem du Probleme hast, dann kann man evtl. konkreter helfen.

Schau dich am besten mal nach einem guten Tutorial um (Buch oder Video), in dem die Wirkung der einzelnen Regler erklärt werden.

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Ich werde mich auch anderweitig nach Infos umschauen, bin aber jetzt schon sehr froh mit den geballte Informationen die hier zusammengekommen sind über Wirkungsweise, Zusammenspiel, Abhängigkeiten, sinnvolle Reihenfolge, Möglichkeiten und Grenzen gegenzusteuern.

Auch für Andere ist das doch ein schöner Pool an Infos um die Regler besser zu verstehen.

Sicherlich kann jeder rumdrehen bis es passt aber es macht mehr Spass zu wissen was man da macht und bringt evtl auch bessere Ergebnisse.

Mir hat das jetzt schon sehr weitergeholfen.

sollte ich weitere gesicherte Aussagen zum Thema finden, werde ich sie auch hier reinsetzen.

 

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vor 19 Stunden schrieb vitus:

sollte ich weitere gesicherte Aussagen zum Thema finden, werde ich sie auch hier reinsetzen.

Ja - und zeig ruhig auch noch mal ein Bild von den "komischen Übergangen" bei Eingriffen in die Luminanz. Würde mich schon interessieren, was da anliegt.

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den einen Fall hat Volker schon beschrieben: Wenn Lichter komplett ausgebrannt sind, kann man auch mit dem Lichterregler keine Strukturen mehr zurück bringen, sondern erhält höchstens statt einer weißen eine graue Fläche.

Das kenne ich von PS mit jpgs: ein weisses Blütenblatt ist ausgebrannt, ich markiere mit dem Zauberstab, erzeuge neue Erstellungsebene:Belichtung und regle tote graue Flächen hinein.

Beim Raw-Converter hatte ich noch eine andere Art komischer Übergänge, suche noch weiter oder erzeuge die Problematik noch einmal.- muss aber jetzt weg

bearbeitet von vitus
sSchrägschrift gerade gestellt

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